Montag, 24. August 2020

Nussbrot

Es geht doch fast nichts über ein gutes Brot, egal ob zum Frühstück, als Pausenbrot oder Stulle zum Abendessen meint ihr nicht auch, meine Lieben? Bei meinen Omas war Brot noch eines der wichtigsten Nahrungsmittel überhaupt, heute hat ja der ein oder andere Angst vor den Kohlehydraten, was eigentlich ein bisschen traurig ist. Wer schon einmal eine Scheibe warmes, frisch gebackenes Brot abgeschnitten hat und es nur mit ein wenig Butter und einer Prise Meersalz gegessen hat, der weiß was ich damit meine. Es hat ja wohl seinen Grund warum Deutschland das Land der meisten Brotsorten auf der ganzen Welt ist, nirgends gibt es mehr Auswahl als bei uns und ich finde das sollte auch so bleiben. Für mich bedeutet ein handgemachtes Brot auf dem Esstisch, das sich da jemand ganz viel Mühe und Liebe gemacht hat um es herzustellen. Damit meine ich nicht nur den Hobbybäcker der sich an den heimischen Backofen stellt um es zu backen, sondern auch den kleinen Handwerksbetrieb, unsere Bäckereien die es Gott sei Dank noch immer in der Nachbarschaft gibt. Wo immer ich kann kaufe ich dort, beim Bäcker meines Vertrauens frisches Brot. Mal ehrlich diese "Weltmeisterbrote" aus den Backautomaten die von wer weiß wo in die Supermärkte gekarrt werden, schmecken doch alle gleich. Aber natürlich kann ich verstehen wenn der ein oder andere aus Kostengründen auch mal zu einem günstigen Angebot greift. Wie wäre es dann mal mit frisch gebackenem, selbst gemachtem Brot? Wenn man seine Zutaten dafür in einer Mühle oder Agrarhandel, von denen es noch viel mehr gibt als ihr vielleicht glaubt, kauft ist das sehr günstig.
Deshalb gibt es heute auch mal keine Torte oder Cupcakes für euch auf dem Blog, sondern ein Rezept für ein richtig gutes herzhaftes Brot mit Haselnüssen, so lecker!
Was meint ihr, sollen wir die Küchenmaschine für's Kneten anschmeißen?





Zutaten
für 1 Brot:
- Gärkörbchen 25cm Durchmesser oder 1 große Kastenform -

250g Weizenmehl (Type 550)
250 Roggenmehl (Type 1150)
1TL Zucker
1EL Salz
ca. 12 - 15g frische Hefe
1Pck. Seitenbacher Natursauerteig (75g)
150g ganze Haselnüsse 

220 - 250ml lauwarmes Wasser 


Zubereitung:
Wer mag kann die Haselnüsse vorab in eine Pfanne ohne Fettzugabe leicht anrösten, das gibt einen tollen zusätzlichen Geschmack im fertigen Brot, bitte dann vor der weiteren Verarbeitung komplett auskühlen lassen. Die Hefe in eine kleine Schüssel geben und mit dem Zucker und ca. 100ml lauwamen Wasser übergießen. Gut verrühren bis sich alles auflöst und ca. 5 - 10 Minuten stehen lassen. Die beiden Mehlsorten in die Schüssel der Küchenmaschine sieben, Natursauerteig, Salz dazu geben, dann die Hefemischung. Mit dem Knethaken langsam ankneten lassen. Noch einmal 100ml des lauwarmen Wassers dazu geben und die Geschwindigkeit der Maschine etwas erhöhen. Ist der Teig zu trocken gebt ihr noch das restliche Wasser dazu. Je nachdem welches Mehl man verwendet, kann das immer mal etwas mehr oder weniger Flüssigkeit sein. Der Teig sollte sich zu einer elastischen Kugel, die sich vom Schüsselrand leicht löst verarbeiten lassen. Den Teig ca. 5 Minuten auf kleiner Geschwindigkeit, danach noch mal 3 - 5 Minuten auf einer höheren Stufe kneten lassen. Danach den Teig aus der Schüssel holen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch einmal mit den Händen durcharbeiten. Die Schüssel mit Mehl ausstreuen und den Teig zu einer Kugel geformt hineinlegen. Mit Frischhaltefolie oder einem sauberen Küchentuch abdecken und für ca. 1 Stunden gehen lassen. Danach den Teig aus der Schüssel wieder auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und die Haselnüssen in mehreren Portionen darunter kneten. Wer ein Gärkörbchen hat streut es gut mit Mehl aus, ansonsten verwendet ihr eine große Kastenform. Den Teig wieder zu einer Kugel formen und mit der Oberseite in das vorbereitete Körbchen legen. Abdecken und an einem wamen Ort noch einmal für ca. 1 Stunde gehen lassen. Den Backofen auf ca. 220 Grad Ober-Unterhitze anheizen und das Brot auf das Blech stürzen und einschieben. Ich spritze immer reichlich Wasser mit einer Blumenspritze in den Backofen, das mache ich während des ganzen Backvorgangs immer mal wieder. Ansonsten könnt ihr auch eine Schale Wasser in den Ofen stellen. Nach ca. 10 Minuten die Temperatur auf 180 Grad reduzieren und noch einmal für weitere 35 Minuten backen lassen.
Das Brot sollte nach dem herausholen, hohl klingen wenn man von unten auf die Brotkruste klopft. Dann ist es perfekt durchgebacken. Man kann mehere Brote herstellen und diese ohne Probleme für mehrere Wochen einfrieren.
 Die Nüsse kann wenn man mag, austauschen und auch mit Cranberries oder Kürbiskernen schmeckt das herzhafte Brot einfach wunderbar.






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