Montag, 15. Juni 2026

Mandel-Pistazien Travel Cake

Viele von euch wissen ja um meine Leidenschaft für Backformen aller Art. Mein Mann würde zwar eher von einer Obsession sprechen, aber ich finde einfach "Frau" kann nie genug Backformen aller Art haben. Die Traveller Cake Form habe ich schon eine ganze Weile und nachdem ich den ein oder anderen Kuchen dieser Art im Internet bei wirklich tollen Patissiéres gesehen habe, dachte ich mir das machst du auch mal. Ganz ehrlich, der Traveller Cake sieht so ansprechend aus, finde ich zumindest und außerdem ist er nicht so riesig groß, das ist für einen kleinen Haushalt gar nicht so verkehrt, das musste ich mal testen. Im Verlauf des Rezeptes gebe ich euch aber auch Tipps wie ihr so einen Kuchen auch ohne spezielle Form machen könnt. Denn hier zählt natürlich nicht nur die Optik, sondern vor allem der tolle Geschmack. Was gibt es also heute für euren Kaffeeklatsch? Einen super feinen Mandelkuchen gefüllt mit einer weißen Schokoladen-Pistazien Ganache, alles zart umhüllt mit einem Schoko-Nuss Guss. Wirklich himmlisch lecker, schön saftig und ganz einfach gemacht. Denn wir wollen uns ja ganz gemütlich an den Kaffeetisch setzen und es uns so richtig gut gehen lassen. Bloss kleinen Stress und dieser kleine Kuchen reicht trotzdem für mehrere Gäste. Ihr könnt ihr auch wunderbar vorbereiten, das finde ich wenn man Besuch bekommt immer wichtig, denn ich will nicht bis zur letzten Minute in der Küche rumstehen. Also nichts wie ran an das Rezept, lasst uns direkt mit der Ganache anfangen, denn bei dieser "Reise" wollt ihr doch sicher dabei sein. 

Für die Füllung & Dekoration
 
300g weiße Schokolade
200ml Sahne
50g Pistazienpaste 
( Alternativ könnt ihr hier auch Mandelpaste, Nuss-Nougat Aufstrich oder einen anderen cremigen Aufstrich nach Wahl verwenden.)
25g weiche Butter
1EL Glucose Sirup - Alternativ hellen Grafschafter Goldsirup -
 
Schokolade in einem hohen Rührbecher leicht anschmelzen lassen, Mikrowelle oder über dem Wasserbad - Sahne erhitzen bis kurz vor dem aufkochen und diese dann über die Schokolade gießen. Gebt dann die Pistazienpaste, weiche Butter und den Glucose Sirup dazu und nun mit einem Pürierstab/Schneidemesser verwenden, von unten nach oben durch die Masse gehen, bis sich alles zu einer glänzenden, feinen Ganache verbindet. Auf der Oberfläche mit Frischhaltefolie abdecken und in den Kühlschrank stellen. Die Ganache bitte mehrere Stunden, gerne über Nacht durchkühlen lassen. 
 
Für den Traveller Cake
100g weiche Butter
75g Zucker
1/2Pck. Vanillezucker
1Prise Salz
1TL Bio Zitronenabrieb
2 Eier Gr.L
75g Mehl Type 405er
100g gemahlene Mandeln
1gestrichener Teelöffel Backpulver
 
Form fetten und am Boden mit Backpapier auslegen, bitte vergesst auch nicht das Rohr, das in die Mitte der Form eingeschoben wird gut zu fetten und leicht mit Mehl zu bestäuben, restliche Form ebenfalls leicht bemehlen. 
Ofen auf 160-170 Grad Umluft vorheizen, mittlere Schiene. Butter, Zucker und Vanillezucker und Zitronenabrieb in einer Schüssel oder der Küchenmaschine cremig rühren lassen. Achtet bitte da rauf das die Eier "Zimmerwarm" sind, wenn ihr sie einzeln dazu gebt und ca. 30 Sekunden unterrühren lasst. Alle trockenen Zutaten gründlich mischen und kurz, aber gründlich unterheben. Ich habe den Teig in einen Spritzbeutel gefüllt und dann erst mal den Teig unter dem Rohr und rechts und links davon eingefüllt, danach die restliche Teigmasse darüber geben und die Form leicht aufklopfen. 
Im vorgeheizten Ofen ca. 55-60 Minuten goldbraun backen lassen. Stäbchenprobe nicht vergessen. Form vorsichtig aus dem Ofen holen und komplett erkalten lassen. Dann das Rohr in der Mitte sanft herausdrehen und vorsichtig herauslösen/ziehen. Dann den Kuchen aus der Form stürzen.
 
Wer keine Traveller Cake Form hat, kann den Teig auch in einer kleinen Kastenform backen!
Habt ihr nur eine normal große Kastenform müsst ihr die Teig/Zutatenmenge verdoppeln. 
Die Backzeit bleibt hier aber gleich. 
 
Für den nussigen Schoko-Guss
 
200g Vollmilch Schokolade
30-40ml neutrales Pflanzenöl oder geschmolzenes Palmin
( je nachdem wie fest ihr die Schoko Hülle haben möchtet.)
50g Mandelstifte oder gehackte Mandeln 
 
Schokolade schmelzen ( in der Mikrowelle oder über dem Wasserbad), dann das Öl zufügen, alles gut verrühren, abkühlen lassen. Dann die Nuss Stückchen unterrühren. 
 
Wie der Travel Cake fertig gestellt wird, erkläre ich euch unten am Anschnitt und eine Alternative zu der speziellen Backform gibt es dann auch für euch. 
 


Achtet bitte darauf das der Kuchen wirklich komplett erkaltet ist bevor ihr ihn weiter bearbeitet. Füllt einen Teil der Creme in einen Spritzbeutel mit einer mittelgroßen, runden Tülle. Von der einen Seite geht ihr dann mit der Tülle so weit es geht in das Loch und spritzt die Masse mit festem Druck ein, dabei zieht ihr die Tülle dann bis nach Außen an den Rand des Kuchens. Dasselbe macht ihr dann von der anderen Seite des Kuchens, die Füllung muss richtig üppig eingebracht werden, bis sie quasi an den Seiten herausquillt. Nun wird der Kuchen für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank gelegt. Danach stellt ihr den Guss her und lasst diesen auf Zimmertemperatur abkühlen. Legt den Kuchen am besten auf ein Gitter, darunter eine Schale oder Blech legen und gießt nun von vorne, nach hinten den Schoko-Nuss Guss darüber. Reste kann man dann immer noch zügig mit einer kleinen Palette an Stellen verstreichen die man vielleicht übersehen hat. Den Kuchen mit der Palette dann auf ein Stück Backpapier heben und mit einer kleinen Platte darunter kurz in den Kühlschrank stellen, bis der Guss fest geworden ist.Danach gebt ihr die restliche Creme in einen Spritzbeutel mit St.Honoré Tülle und dressiert ein Zick-Zack Muster mittig auf. Dann kann man den kleinen Kuchen noch mit Schoko-Dekoren, goldenen Zuckerperlen oder anderen hübschen, essbaren Dekorationen verzieren. 
Der Traveller Cake hält gut 4-5 Tage wenn ihr ihn im Kühlschrank aufbewahrt.
 
Mein Tipp hier, wenn ihr keine entsprechende Backform habt:
 
Bei einem sehr kleinen Kastenkuchen kann man die Mitte des Kuchens z.b. mit einem Kernentferner herauslösen. Ansonsten würde ich den Kastenkuchen einfach in der Mitte teilen und wie eine ganz normale Torte füllen. Wenn ihr dabei eine größere Form verwendet, solltet ihr auch die Zutaten für den Guss verdoppeln. Hübsch sieht so ein Kuchen auf alle Fälle aus und er ist so lecker, das ihr ihn unbedingt mal probieren solltet.  



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