Donnerstag, 5. Oktober 2017

Donauwellen Torte - neu interpretiert -

Ihr Lieben, mein Mann beschwert sich immer das bei uns soviel "Chichi" gebacken wird. Er ist für die guten alten Klassiker und liebt einfachen Zitronenkuchen, Käsesahne... Er behauptet von sich total "oldschool" zu sein was das Kuchenessen betrifft. Zu seinem Geburtstag meinte er dann, er würde gerne noch mal eine Donauwelle essen, die musste ich ja im letzen Jahr beim Casting für "Das Grosse Backen" in Köln herstellen und Jürgen mochte die Welle sehr. Meine Tochter Vanessa und ich haben dann überlegt wie wir die Donauwelle ein wenig moderner und frecher präsentieren können und Voilà, da ist sie, meine Interperation des Kuchenklassikers. Ich kann euch die Torte wirklich in dieser Form ans Herz legen. Super saftig, herrlich cremig und wunderbar schokoladig. Eine imposante Torte von 20cm Durchmesser und stolzen 15cm Höhe, euere nächste Kaffeetafel ist also gesichert. 
Lust auf eine Donauwelle im neuen Gewand... Dann holt die Backformen raus, wir legen gleich los.



Zutaten:
für 3x20 Kuchenformen
Da ich nur 2 Backformen habe, musste ich 2x backen, ich gebe euch die Zutaten Mengen für 
2x1 20er Backformen

300g Butter
250g Zucker
1 Prise Salz
2 Vanille Zucker
1TL Vanillepaste 
8 Eier
6TL Backpulver
450g Mehl
4EL Backkakao (kein Nesquik)
150ml Milch 

1x20er Backform
150g Butter
125g Zucker
1 Prise Salz
1 Vanille Zucker
1/2 TL Vanillepaste
4 Eier
3TL Backpulver
2EL Backkakao
225g Mehl
75ml Milch 


Zubereitung:
Alle Zutaten Zimmertemperatur, Backformen fetten, Boden mit Backpapier auslegen und komplette Form dünn mit Mehl ausstreuen, zur Seite stellen. Zucker, Butter, Vanillezucker und Vanillepaste in der Küchenmaschine schön hell schaumig aufschlagen lassen. Eier einzeln unter die Masse rühren lassen. Mehl, Backpulver und Salz mischen und sieben. Abwechseln mit der Milch zu der Masse in die Rührschüssel geben. Mit dem Mehlmix anfangen und aufhören. Wenn alles gut untergerührt ist, nicht mehr weiterschlagen damit der Teig nicht zäh wird. Die Hälfte des Teigs auf die Backformen verteilen und unter den restlichen Teig in der Schüssel den Backkakao geben und gründlich unterrühren lassen, aufpassen das staubt! Den Schoko Teig jetzt ebenfalls auf die Formen verteilen, glatt streichen und mit einem Löffelstiel oder Holzstab die beiden Teige mit einander in Kreisförmigen Bewegungen verquirlen, sodas ein schönes hell-dunkel Muster entsteht. Im vorgeheizten Backofen bei ca. 165-170 Grad Umluft 35 Minuten backen lassen, bitte macht eine Stäbchenprobe! Kuchen nach dem backen ca. 10 Minuten in der Form belassen, dann am Rand der Form mit einer Palette den Kuchen lösen und auf der Oberseite liegend, auf dem Kuchenrost komplett auskühlen lassen. So alle 3 Böden herstellen, wer eine weniger hohe Torte mag, kann auch nur 2 Böden backen.


Zutaten:
für die Füllung 
1 großes Glas Schattenmorellen 
1 Pck. Tortenguß rot
1EL Zucker
1Vanillepaste


Zubereitung:
Tortenguß und Zucker in einem kleinen Topf mitenander mischen, den kompletten Kirschsft aus dem Glas dazu geben und nach Packungsanleitung kurz aufkochen, Vanillepaste dazugeben und die Kirschen. Alles zusammen 1-2 Minuten köcheln lassen, in eine Schüssel geben und abkühlen lassen.

Normalerweise werden die Kirschen ja bei der klassischen Donauwelle im Teig verbacken, ich finde nur wenn man 2 Lagen der schön eingekochten Kirschen in der Füllung selber verarbeitet wird die Torte einfach wunderbar saftig und schmeckt noch fruchtiger. 

Vanille Buttercreme:
750ml Milch
2 Pck Vanillepuddingpulver
2EL Zucker 
2EL Puderzucker
300g weiche Butter
1TL Vanillepaste

Aus den 750ml Milch, Puddingpulver, Vanillepaste und den 2EL Zucker einen dicken, festen Vanillepudding kochen. Diesen mit Frischhaltefolie abgedeckt abkühlen lassen auf Zimmertemperatur. Die weiche Butter und 2EL Puderzucker (sieben nicht vergessen) schön hell cremig aufschlagen lassen und dann den abgekühlten, aber nicht eiskalten, Pudding Esslöffelweise darunter schlagen lassen. Die fertige Buttercreme in einen Spritzbeutel mit runder Lochtülle füllen.

Was ihr für das Törtchen noch braucht:
Schoko-Späne oder Schoko Flocken als Auflage für die Buttercreme

Schoko Ganache:
900Gramm Vollmilch Schokolade und 300ml Sahne, stellt eine Ganache nach meinem Grundrezept her. Wundert euch nicht über die Menge Ganache, wir müssen beim Füllen einen Teil davon mit dem Handrührer aufschlagen um einen Ring auf den Kuchenboden zu spritzen, so können wir unsere Kirschfüllung und die deutsche Buttercreme, fondanttauglich abdichten.

Fondant:
Ca. 800 Gramm Massa Ticino Fondant*, den weißen Fondant habe ich diesmal mit einem "Cream" Farbton ganz leicht eingefärbt.

Weißer Schoko Drip:
Für den Schokoladen Drip habe ich 100 Gramm weiße Schokolade genommen, wie ihr sehen könnt war mein Dripp zu flüssig, deshalb empfehle ich euch für euren Drip nur 30ml Sahne zu nehmen! 

Wie ihr die Torte Zusammenbauen könnt erkläre ich euch am Anschnitt Foto weiter unten, keine Angst es ist bald geschafft und ich versichere euch, die Torte ist viel weniger Arbeit wie es scheinen mag. Ich schreib halt immer soviel 😉! 



Alle drei Kuchenböden begradigen und einmal waagerecht teilen. Den untersten Boden mit etwas Ganache auf einer Tortenplatte oder Cake Board festkleben. Ein paar Minuten in den Kühlschrank, so ist alles fest und verrutscht nicht beim Füllen. Auf den äußersten Rand des Kuchenbodens mit einer runden Lochtülle einen dicken Außenkreis mit der aufgeschlagenen Ganache aufspritzen. In diesen Kreis gebt ihr dann die deutsche Buttercreme und streut großzügig Schokoladenspäne darüber. Den 2ten Boden aufsetzen, wieder einen Ganache Kreis auf den Rand spritzen und diesen dann mit den eingekochten Kirschen ausfüllen. 3ten Boden auflegen, Ganache Kreis spritzen und Buttercreme aufspritzen, wieder mit Schokoladenspänen bestreuen. 4ten Boden auflegen, Ganachring spritzen und mit der Kirschfüllung belegen. 5ten Boden auflegen, wieder den Ganachering aufspritzen und mit der Buttercreme befüllen und noch einmal Schokoladenspäne aufstreuen. Den 6ten und letzen Boden mit der glatten Oberseite als Abschluss auflegen, leicht andrücken und für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen, damit die Füllungen anziehen können. Danach mit der restlichen Ganache einen Crumb Coat um die komplette Torte einstreichen, wieder kühlen. Und danach die Torte komplett, großzügig mit Ganache einstreichen und abziehen, bis man eine schöne glatte und ebene Tortenoberfläche hat. Wieder gut kühlen und dann mit der Fondantdecke belegen, achtet immer darauf den Fondant gut anzukneten und auf Bäckerstärke auszurollen, so reißt er euch nicht so schnell und lässt sich gut verarbeiten.
Die Torte jetzt noch einmal wirklich gut durchkühlen lassen und aus der weißen Schokolade und der Sahne einen nicht zu flüssigen Dripp machen, achtet bitte darauf das die Ganache nur noch Zimmertemperatur hat. Nach dem Drippen auf dem Fondant, die Torte direkt wieder in den Kühlschrank stellen! 
Den gut durchgekühlten und festen Schokoladen Drip, könnt ihr dann mit einem weichen Pinsel und mit in reinem Alkohol aufgelöster, goldener Puderfarbe einen goldenen Anstrich verpassen wenn ihr das mögt. Das bemalen des Dripps hat meine Tochter Vanessa übernommen, sie hat einfach eine ruhigere Hand als ich und einer muss ja schon mal in der Zeit die Küche putzen 😉!  Dekoriert habe ich die Torte mit kleinen Fondant Lipps und einem Love Zeichen, die ich aus mit CMC versetztem Fondant hergestellt habe. Was soll ich sagen, mein Mann Jürgen hat sich über diese Interpretation der Donauwelle echt amüsiert, er meinte sie sähe garnicht mehr aus wie eine...
Also, was soll ich sagen: Ziel erreicht!


* Dieses Produkt wurde mir freundlicherweise von der Herbert Bausch GmbH / Massa Ticino zur Verfügung gestellt
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